Ausstellungen

Matthäus Alber – »Der Luther Schwabens«

Ausstellung im Heimatmuseum Reutlingen 

Das Heimatmuseum Reutlingen präsentiert 2017 eine Sonderausstellung über Matthäus Alber, den Reformator der Freien Reichsstadt Reutlingen. Über 25 Jahre predigte der Sohn eines Reutlinger Goldschmids wortgewaltig die befreiende Kraft des Evangeliums an der Marienkirche. Herzog Ulrich berief ihn 1549 zum Stiftskirchenprediger in Stuttgart und in die württembergische Kirchenleitung. Von 1562 bis zu seinem Tod 1570 leitete er die Klosterschule Blaubeuren.

Die Ausstellung würdigt Matthäus Alber, der manchmal auch den Beinamen »Luther Schwabens« trägt, als Theologen und Reformator. Viele Objekte wie Messcasel aus vorreformatorischer Zeit, Archivalien und Vasa sacra veranschaulichen die bewegte Zeit des Umbruchs vor 500 Jahren.

08.10.2017 bis 11.02.2018
Heimatmuseum Reutlingen, Oberamteistr. 22

www.reutlingen.de/de/Kultur%2BBildung/Museen-und-Galerien/Heimatmuseum

Flucht vor der Reformation. Täufer, Schwenckfelder und Pietisten zwischen dem deutschen Südwesten und dem östlichen Europa

Dauer: 07.07. 2017- 07.01.2018

Bis sich die neue Glaubenslehre endgültig etablierte, tobten heftige Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern unterschiedlicher theologischer Richtungen. Anpassung, Märtyrertod oder Emigration – vor dieser Wahl standen Gläubige, deren Vorstellungen nicht mit der jeweils anerkannten Lehre konform gingen. Einzelne Gruppierungen entschlossen sich zum Auswandern, bestimmte Regionen entwickelten sich zu attraktiven Fluchtpunkten. Für beides spielte Südwestdeutschland eine herausragende Rolle.

Caspar Schwenckfeld von Ossig, streitbarer Laientheologe aus Schlesien, floh nach dem endgültigen Bruch mit den Wittenbergern in den deutschen Südwesten und wirkte auch in Ulm. Der Täufer Michael Sattler wurde 1527 in Rottenburg am Neckar wegen Ketzerei angeklagt. Auch noch Jahrhunderte nach Reformationsbeginn widersetzten sich württembergische Pietisten der vermeintlichen Bevormundung durch Staat und Kirche.
 
Die Ausstellung wurde konzipiert vom Haus der Heimat in Stuttgart und steht unter der Schirmherrschaft des Ministers für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl.

Kontakt: 

Stiftung Donauschwäbisches Zentralmuseum
Schillerstr. 1, 89077 Ulm
Tel.: 0731-96254-0
E-Mail: infodontospamme@gowaway.dzm-museum.de
Internet: www.dzm-museum.de
Öffnungszeiten: Di. - So. 11 - 17 Uhr
Eintritt: 4,50 Euro / ermäßigt 3,50 Euro

„500 Jahre Spuren der Reformation“ in Holzgerlingen

"Was eint? – Was trennt?" Sonderausstellung im Heimatmuseum der Stadt Holzgerlingen
Dauer: 30. Apr. 2017 - 04. Feb. 2018

Die Ausstellung hat als zentrale Themen die „Ökumene“ und die drei Errungenschaften der Reformation. Hierunter verstehen wir die gemeinsame Hochsprache Deutsch, die Freiheit des Christenmenschen und vor allen Dingen die Bildung.

Mit der Erfindung der Druckerpresse und durch die Reformation wurde die Bildung erstmals in Europa in die Breite getragen. Die Reformation hatte den Anspruch, jeder Gläubige solle seinen persönlichen Zugang zum Heil erlangen, indem er die Heilige Schrift liest. Damit setzte eine Wissensrevolution ein, die bis heute den Wohlstand und die Demokratie begründet, wie wir sie im Westen kennen. Nur der Gebildete stellt Fragen.

Exponate zeigen den Bilder- und Symbolreichtum der katholischen Kirche und „auf der anderen Seite“ die Wortmächtigkeit und Musik in der evangelischen Kirche. Ein ökumenisch gestalteter Altar übernimmt die ökumenische Brückenfunktion.

Touchscreens lassen Glockengeläut und Kirchenlieder erklingen, geben aber auch auf Anforderung Aufschluss über den Bildungsauftrag des evangelischen Pfarrhauses, die Elitenbildung in den Klosterschulen für den Pfarrernachwuchs und das Trennende zwischen den christlichen Kirchen.

Beim „Baum der Ökumene“ kann jeder seinen ganz persönlichen Wunsch auf einen Zettel schreiben und ihn dort aufhängen.

 

Begleitprogramm:
Vorträge, Theater, Exkursionen. Das Begleitbuch zur Ausstellung wird mit dem Eintritt von 3.- € erworben. Weitere Informationen und das umfangreiche Begleitprogramm entnehmen Sie diesem Flyer: 500 Jahre Spuren der Reformation (PDF 539 KB)

Führungen:
für Gruppen nach Voranmeldung täglich einschließlich Sonn- und Feiertage.
Anmeldung werktags (07031)-6808-0

Ausstellungsteam:
Heinz Lüdemann
Dr. Dieter Schittenhelm
Tabea Dölker, Mitglied der Landessynode
Pfarrer Traugott Meßner
Pastor Robert Hoffmann
Dekan Anton Feil

Kontakt:
Heinz Lüdemann, E-Mail: 
HeinzLDMdontospamme@gowaway.t-online.de (0170 757 7 902)
zur
Webseite

Freiheit – Wahrheit – Evangelium. Reformation in Württemberg

Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg
Stuttgart: 13.09.2017 - 19.01.2018

Kloster Maulbronn: 14.09.2017 - 19.01.2018
Kloster Bebenhausen: 15.09.2017 - 19.01.2018
Kloster Alpirsbach: 16.09.2017 - 19.01.2018

2017 wird deutschlandweit das "Reformationsjubiläum" gefeiert. Das Herzogtum Württemberg gehörte zu den ersten protestantischen Territorien des Heiligen Römischen Reiches. Herzog Ulrich führte 1534 in seinem Territorium die Reformation ein. Doch bereits zuvor war der Streit um die Reformation im Herzogtum virulent.

Die Ausstellung des Hauptstaatsarchivs Stuttgart widmet sich dieser Frühzeit der Reformation im Herzogtum Württemberg. Wie kamen reformatorische Gedanken nach Württemberg, wie wurden sie von der Bevölkerung aufgenommen und welche Veränderungen fanden im Zuge der Einführung der Reformation in Württemberg statt? Dabei soll vor allem das Streben der Zeitgenossen nach geistlicher und sozialer Freiheit thematisiert werden, aber auch der Streit um die evangelische Wahrheit, der sich vornehmlich im neuen Medium des Buchdrucks sowie in Kunst und Musik entlud.

Durch die Kooperation des Landesarchivs mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg werden parallel zur zentralen Ausstellung in Stuttgart auch in den Klöstern Alpirsbach, Bebenhausen und Maulbronn Präsentationen gezeigt. Die in der Reformationszeit säkularisierten Klöster bieten den authentischen Rahmen zur Darstellung der Ereignisse vor Ort. Originale Schrift- und Bildzeugnisse, künstlerische Artefakte und dreidimensionale Objekte können durch die Kooperation mit zahlreichen Partnern, aber auch aus dem spektakulären Bestand des Landesarchivs selbst gezeigt werden. Durch die Unterstützung der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart wird die Ausstellung multimedial gestaltet.

Weitere Informationen im Flyer (PDF 877 KB) und auf: www.reformation-in-württemberg.de

Kunstgebäude Stuttgart
Schlossplatz 2
70173 Stuttgart
Öffnungszeiten: Di, Do-So: 11-18 Uhr und Mi: 11-20 Uhr

 

 

Wanderausstellung "Evangelisch in Hohenzollern"

Die Ausstellung führt durch die wechselvolle Geschichte der ersten Evangelischen im katholischen Hohenzollern vom Übergang an Preußen 1850 bis zur Eingliederung in die Württembergische Landeskirche im Jahr 1950. Bis zur Übernahme Hohenzollerns durch Preußen 1850 hatte es nur ganze wenige Protestanten hier gegeben. Evangelische preußische Beamte, Industriearbeiter und Eisenbahnbedienstete ließen ihre Zahl nach 1850 stetig anwachsen. Das preußische Königshaus finanzierte den Bau von Kirchen in Hechingen und Sigmaringen. Nach dem Untergang Preußens im Gefolge des Zweiten Weltkriegs wurden die hohenzollerischen Kirchengemeinden 1950 in die Evangelische Landeskirche in Württemberg eingegliedert. Doch bis heute wird in ehemals hohenzollerischen Kirchengemeinden der Gottesdienst nach der Liturgie der altpreußischen Union gefeiert.

Zeitgenössische Exponate, Fotografien und Dokumente geben dabei profunde Einblicke in das Leben der Menschen und die Prägung der Diaspora-Gemeinden. Der Ausstellungskatalog erscheint bei Kohlhammer: 978-3-17-032132-8, 10€.

Über das Begleitprogramm mit Vorträgen, Konzerten und Gottesdiensten informiert das Faltblatt (PDF 462 KB).

Ausstellungsorte der Wanderausstellung

  • 16.11.2016 bis 27.01.2017
    Staatsarchiv Sigmaringen, Karlstr. 1 + 3

  • 09.02.2017 bis 24.03.2017
    Stadtbücherei Ebingen, Johannesstr. 5

  • 05.04.2017 bis 28.05.2017
    Hohenzollerisches Landesmuseum Hechingen, Schlossplatz 5

  • 22.06.2017 bis 13.08.2017
    Kunstmuseum Schüz im alten Pfarrhaus in Haigerloch, Schlosssteige 2

  • 18.08.2017 bis 31.08.2017
    Auf der Burg Hohenzollern

  • 03. bis 24.09.2017
    Evang. Gemeindehaus Gammertingen,
    Roter Dill 11

  • 14.10.2017 bis 25.11.2017
    Rathausgalerie Balingen,
    Färberstr. 2

  • 14.01. bis 04.02.2018
    Evang. Gemeindesaal Horb-Dettingen, Priorbergerstr. 16

  • 4.03. bis 29.04.2018
    Heimatmuseum »s’Mahles Haus« Rangendingen,
    Schulstr. 1

  • 06.05 bis 29.06.2018
    Rathaus Burladingen,
    Hauptstr. 49

 

Kontakt:

Landesarchiv Baden-Württemberg
stasigmaringendontospamme@gowaway.la-bw.de
Telefon 07571 / 101- 551

Evangelisches Dekanatamt Balingen
Telefon 07433 / 7019

Bildquellen:
Matthäus Alber: Heimatmuseum Reutlingen