ChurchNight – Reformation feiern!

ChurchNight Erfurt, S. Loos

Den Reformationstag feiern: Jung, kreativ, vielfältig, mit dem Blick nach vorn.
Am Abend bzw. in der Nacht des 31.10. zeigen offene, beleuchtete Kirchen: Hier geht was! Gottesdienste mit Mitmach-Aktionen, Konzerte, Mittelaltermärkte, Verteilaktionen – ChurchNight ist sehr vielfältig. Es gibt über 300 erprobte Ideen – für jede Gemeinde findet sich ein passendes Format.
Hauptzielgruppe sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Aber: ChurchNight verbindet. An vielen Orten feiern alle Generationen gemeinsam, einladend und offen für Neue(s).

Deutschlandweit finden jedes Jahr rund 800 ChurchNights statt – die öffentliche Wahrnehmung steigt. Ein „Gegentrend“ zum immer stärker werdenden Halloween-Trubel und gleichzeitig eine Rückbesinnung auf die eigentliche inhaltliche Bedeutung des 31.10.
Der Reformationstag ist es wert, gefeiert zu werden. Ganz besonders der 31.10.2017!
Seien Sie dabei!

Beispiele von verschiedenen Orten, Informationen sowie Praxisbausteine, Entwürfe und Materialien finden Sie unter www.churchnight.de

Ansprechperson:
Friederike Auracher, Projektleitung ChurchNight im EJW friederike.auracherdontospamme@gowaway.ejwue.de
0711/ 9781-235

ChurchNight Hemmingen, S. Kümmel

„LuthERlebt“ – Der Reformationsgarten

Beschreibung

Die Besucher tauchen im Reformationsgarten in das Zeitalter der Reformation und erleben wichtige lebenssituationen von Martin Luther hautnah. An mehreren Stationen wird das Leben und Wirken Luthers anschaulich erklärt: In der Schule, im Kloster, auf dem Marktplatz in Wittenberg, in Worms und auf der Wartburg gibt es kleine Szenen mit dem Reformator zu erleben. An der letzen Station machen sich die Besucher noch Gedanken darüber, wie die Reformation heute noch wirkt.

Ziele

Der Glaube und die Reformationsgeschichte sollen lebendig werden. Es soll Wissen über die Reformation vermittelt werden und die Besucher sollen neugierig gemacht werden selbst weiterzudenken und zu stöbern.

Zielgruppe

Schulklassen und Gemeindegruppen (ab der 3. Klasse) in geschlossenen Gruppen

Interessierte in öffentlichen Führungen

Multiplikatorenfür dieses Projekt

 

Die einzelnen Stationen

Begrüßung: Bildgalerie

Vom Reiseleiter begrüßt, gehen wir durch die Galerie, die uns mit in die Zeit Martin Luthers nimmt. Wir lernen seinen Geburtsort und seine Eltern kennen und erfahren einiges über seine Kindheit.

Zu Beginn benötigt man fünf Staffeleien mit den großen Bildern und mittelalterliche Musik.

Mit Martin in der Schule

Wie es einem Jungen in der Schule erging, erleben wir an der zweiten Station. Unser strenger Lehrer wird sehr darauf achten, dass wir die lateinischen Vokabeln können. Und wenn jemand nichts weiß, bekommt er die Eselsmütze auf.

Das Bild des strengen Gottes, mit dem Martin so groß wird, begleitet ihn auch hinein in seine Studienzeit. Soist es nicht verwunderlich, dass er in Todesangst betet: "Hilf heilige Anna, ich möcht ein Mönch werden!" So geht er nach Erfurt.

Mit wenigen Hilfsmitteln (Holzbänken, Pult, eventuell eine Tafel, Glocke und Rohrstock) entsteht ein mittelalterliches Klassenzimmer. Ein Mitarbeiter übernimmt die Rolle des Lehrers und "erzieht" die besucher zu "Zucht und Ordnung".

Als Mönch im Kloster

Der Abt des Augustinerklosters zu Erfurt lässt uns hinter die Klostermauern und nimmt uns mit in den Tagesablauf eines Mönches. Wir erleben, wie Martin unter seinen Gewissensbissen leidet und welche Gedanken er sich über und sein Leben macht.

Die Kulisse ist ein großer Druck des Kreuzganges in Erfurt, am besten in einem Kirchenraum. Einige Requisiten (Tonkrüge, Brot, Bibel) vervollständigen das Bild. Hier stößt ein Mitarbeiter als Martin Luther dazu. Ein weiterer Mitarbeiter nimmt uns als Abt in die Welt des Klosterlebens mit hinein. DIe lateinischen Gebete haben wir vorher als Hörspiel aufgenommen, ebenso das Glockenläuten.

Auf dem Marktplatz in Wittenberg

Martin Luther wird nach Wittenberg geschickt. Beim Studium der Bibel kommt ihm die Erkenntnis, dass Gott gnädig ist, dass er vergibt. Das passt aber so gar nicht zu den Predigten, die ein gewisser Herr Tetzel hält. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden lassen wir auf dem Wittenberger Marktplatz lebendig werden. Für Martin Luther ist nun klar, er muss etwas tun. So verfasst er die 95 Thesen und schlägt sie an die Kirchentür.

Eine Marktplatzszene ist aufgebaut (Holzpaletten als "Bühne", einige Strohballen, Leiterwagen mit Waren, ein Holzfass). Der Boden wird mit Stroh ausgelegt. Martin Luther begleitet uns auch an diese Station. Ein weiterer Mitarbeiter verkauft als Johann Tetzel seine Ablassbriefe und streitet mit Martin. Im Hintergrund laufen von CD Geräusche eines mittelalterlichen Marktes.

Reichstag zu Worms

Martin Luther kämpft für seine neue Lehre. Er hofft beim Kaiser auf Hilfe, nachdem er sie vom Papst nicht erwarten kann. Ob Martin dem Druck standhalten kann? Nach einigen Ringen weiß er, mit Gottes Hilfe kann er den Kampf um die rechte Lehre aufnehmen, er widerruft nicht. Aber nun wird's für ihn gefährlich.

Die Zuschauer können die Rolle der hohen Herrschaften übernehmen, mit Kostümen und auf einer kleinen Bühne. Kardinal Cajetan drängt Luther dazu, seine Schriften zu widerrufen.

Auf der Wartburg

Nach der "Entführung" landet Martin Luther als Junker Jörg auf der Wartburg. Jetzt hat er viel Zeit und er hat ein großes Vorhaben: Martin Luther will, dass alle Menschen die Bibel lesen und verstehen können. Aber nicht alle können Latein oder gar Griechisch. Deshalb nimmt er sich ein großes Projekt vor: er übersetzt die Bibel für die Menschen.

Die Wartburg kann eine Jurte sein, oder eine Ecke in der Kirche. Die spärliche Beleuchtung und die wenigen, aber alten Requisiten (Tisch, Stuhl, Kerzenständer, Bank, ein paar Kleider, alte Bücher, Schreibpapier, Tinte und Feder) sorgten für ein eindrückliches Bild. Martin Luther wurde vom Burgherrn in die "Burg" geführt und bekam neue Kleider als Junker Jörg, bevor er sich ans Schreiben macht.

Hochzeit mit Katharina

Einige Zeit ist vergangen. Martin Luther ist zurück in Wittenberg. Er gründet das erste evangelische Pfarrhaus als er Katharina von Bora heiratet. Und wir sind eingeladen und dürfen mit ihm feiern. Dabei lernen wir auch sein Wappen, die Lutherrose kennen.

Ein schön gestalteter Hochzeitstisch und die Lutherrose auf dem Taufstein waren unsere einzige Dekoration an dieser Station. dafür gab es je nach Gruppe verschiedene Aktionen:

Mit den Kindergruppen studierten wir einen mittelalterlichen Tanz ein. Dazu bekam jedes Kind ein eigenes Kostüm.

Mit den Jugend- und Erwachsenengruppen hörten wir in das Lied "ein feste Burg ist unser Gott" hinein und im Anschluss in eine neue Vertonung des Liedes.

Reformation heute

Die Reformation jährt sich nun schon bald zum 500. Mal. Aber sie ging immer weiter. Auch wir wollen überlegen, was sich heute in der Kirche ändern könnte.

An drei Stellwänden konnten die Besucher über die Reformation und das Erlebt weiterdenken:

Eine Abstimmungswand, an welche der von uns formulierte Thesen sie unterstützen wollen.

Eine Gesprächswand mit Zitaten von Martin Luther.

Eine Feedbackwand zum Reformationsgarten.

Ort und Ansprechpartner

Der Reformationsgarten fand 2015, wie schon 2012 und 2013, in der Kilianskirche in Heilbronn statt. Aber auch Gemeindehäuser bieten sich an.

Der Reformationsgarten ist ein Projekt vom Ev. Jugendwerk in Heilbronn. Ansprechpartner: Philipp Beißner, Tel. 0151-40242926, p.beissnerdontospamme@gowaway.ejw-heilbronn.de

Stimmen von ersten Reformationsgarten.

ChurchNight - Reformationsgarten

Praxismaterial

von Kathleen Kampes

76 Seiten, pdf Download

Preis: 5,50 Euro (inkl. MwSt)

Bestellbar hier.