500 Jahre Reformation: Die Diakonie feiert mit

Das Reformationsjubiläum ist eine gute Gelegenheit, auch in der Diakonie nach unserer eigenen christlichen Identität zu fragen und sie neu umzusetzen – in Projekten, Veranstaltungen und neuen Ideen.

Lesen Sie hierzu auch den Grundsatztext von Dr. Günter Banzhaf vom
Diakonischen Werk Württemberg Diakonische Impulse der Reformationszeit (PDF 300 KB)

DIAKONISCHE PROJEKTE ZUM JUBILÄUM

Freiheit durch Entschuldung

Für Martin Luther war die Sache eindeutig: Zinsen sind Wucher. Daher lehnte er Zinsen ab – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Für überschuldete Menschen gilt: Sie sind überfordert, Tilgung und Zinsen zurückzuzahlen. Deshalb nehmen Landeskirche und ihre Diakonie ein wichtiges Anliegen der Reformatoren auf: An Bedürftige sollen Darlehen vergeben werden – zinslos.

Die Landeskirche stellt im Reformationsjahr den Schuldnerberatungsstellen der Diakonie Kapital zur Verfügung, um vor Ort Entschuldungsfonds auf- oder auszubauen. Aus diesen lokalen Fonds können im Rahmen der Schuldnerberatung und nach einem Vergleich mit den Gläubigern zinslose Darlehen zur Schuldenregulierung vergeben werden. Diese werden in verträglichen Raten zurückgezahlt. So können überschuldete Menschen eine konkrete Erfahrung von Befreiung machen und entkommen der Schuldenfalle.

Jesus sagt: „Tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft“ (Lukas 6,35). Menschen wird konkret geholfen und die Not von 6,7 Millionen überschuldeten Menschen in Deutschland kommt in den Blick. Die Mechanismen der Überschuldung und Möglichkeiten der Prävention können z.B. im Religions- und Konfirmandenunterricht aufgezeigt werden.
  
Ansprechpartner:
Thomas Stürmer
Tel.: 0711 1656-117
(Stuermer.Tdontospamme@gowaway.diakonie-wuerttemberg.de)

Förderung teilhabeorientierter Gemeindearbeit – Zugänge erschließen und Teilhabe ermöglichen als reformatorisches Anliegen

Von Ausgrenzung betroffenen Menschen sollen Zugänge erschlossen und Teilhabe am Leben der Gemeinde und in der Gesellschaft ermöglicht werden. Im Blick sind dabei arme, arbeitslose und alte Menschen ebenso wie Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund. Das reformatorische Anliegen, Zugänge zu erschließen, Teilhabe und Beteiligung am Gemeindeleben zu ermöglichen, wird umgesetzt, indem Projekte und Prozesse in Gemeinden angeregt, begleitet und gefördert werden. Zielgruppe sind in erster Linie die Diakoniebeauftragten, aber auch weitere diakonisch engagierte und interessierte Personen in den Kirchengemeinden. Sie sollen für die Umsetzung des reformatorischen Anliegens gewonnen und motiviert werden.
Konkrete Projekte und Prozesse werden über einen Fonds mit bis zu 2.000,- Euro gefördert.

Ausschreibung Projektförderung Teilhabeorientierte Gemeindearbeit (PDF 300 KB)

Informationen zum Fonds: Fonds für Kirchengemeinden (PDF 200 KB)
Antrag Fonds: Antrag an Diakonisches Werk Württemberg (PDF 100 KB)

Ansprechpartner:
Rainer Scheufele
Inklusion und diakonische Gemeindeentwicklung
Abteilung Landkreis- und Kirchenbezirksdiakonie, Existenzsicherung
Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.

Tel.: 0711 1656 207
Fax: 0711 1656 49 207
E-Mail: scheufele.rdontospamme@gowaway.diakonie-wuerttemberg.de

Reformatorische Kirche für die Gesellschaft: Bildung, Partizipation, Transformation (Ein Projekt der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg)

Das Projekt hat zum Ziel, die inspirierende und förderliche Funktion reformatorischen Gedankenguts über Kirche hinaus in das religiös heterogene Feld professionellen sozialen Handelns  hinein zu kommunizieren und nachhaltig Diskursräume zu schaffen. Die Themenfelder „Bildung“ und „Überwindung von Armut“ stehen dabei im Vordergrund der Arbeit.
Im ersten Teil des Projektes wird reformatorisches Gedankengut didaktisch erschlossen und an der Ev. Hochschule Ludwigsburg von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierenden, jungen Professionellen in Sozialen Handlungsfeldern  und kooperierenden Einrichtungen zur weiteren Kommunikation aufbereitet. Dabei entstehen kreative reformatorische Impulsbausteine.
Im zweiten Teil des Projektes werden die aufbereiteten Inhalte in Form von Beteiligungsprojekten mit kooperierenden sozialen/diakonischen Einrichtungen für eine große Zahl von jungen Berufstätigen sichtbar und erlebbar. Das Projekt hat eine Laufzeit von April 2015 bis August 2016.

Ergebnisse und Aktionen des Projektes werden in einer Broschüre vorgestellt.

Ansprechpartnerin: Diakonin Maria Rehm (M.A.) (m.rehmdontospamme@gowaway.eh-ludwigsburg.de | www.eh-ludwigsburg.de)

IDEENHEFT DER DIAKONIE

Ideenheft der Diakonie

Das kleine Ideenheft "500 Jahre Reformation - Die Diakonie feiert mit" können Sie rund um das Thema Reformation nutzen. Es enthält diakonische Projekte, die Sie gerne in Anspruch nehmen können. Für den Diakonischen Tag der Festwoche 2017 finden Sie des Weiteren Elemente für eine Andacht oder einen Gottesdienst mit reformatorischem Schwerpunkt, Vorschläge für Aktionen vor Ort oder in Kooperation mit einer Kirchengemeinde und kurze Texte zur Inspiration.

Download 500 Jahre Reformation: Die Diakonie feiert mit (PDF 680 KB)

Kontakt Diakonisches Werk Württemberg

Anna Feuersänger 
Pfarrerin | Referentin für diakonische Bildung und Ethik
Abteilung Theologie & Bildung
Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
 
Tel | 0711 1656-340
Mail | Feuersaenger.Adontospamme@gowaway.diakonie-wue.de

Weitere Informationen und Aktuelles finden Sie unter:
www.diakonie-wuerttemberg.de/reformationsjubilaeum

Bildquellen:
Entschuldung: ©retrostar - Fotolia.com