Freilichtaufführungen

"Brenz 1548" bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall

© Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Jürgen Weller Fotografie / Darsteller: Margarethe Wetzel, spätere Brenz (Anne Weinknecht) und Johannes Brenz (Dirk Schäfer)

Schauspiel über den Schwäbisch Haller Reformator Johannes Brenz von Andreas Gäßler

Johannes Brenz, der charismatische Schwäbisch Haller Reformator, steht als historische Figur im Mittelpunkt dieses eigens für die Freilichtspiele entwickelten Dramas. Mit einem besonderen Theaterprojekt über den Luther-Schüler Johannes Brenz eröffnet der neue Intendant Christian Doll seine erste Spielzeit bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall.Nach „Die Tochter des Salzsieders“ wird im Lutherjahr 2017 die berühmmte Theatertreppe erneut als historischer Ort bespielt, diesmal als tatsächlicher Schauplatz des Lebens und Schaffens von Johannes Brenz, dessen religiöser Einfluss weit über die Stadtgrenzen hinausging. – Was bewegte ihn? Welche Unterstützer standen an seiner Seite? Wie viel Mut gehörte dazu, um Reformen und einen neuen Glauben zu ringen? War er braver Theologe, politischer Taktiker oder trotziger Widersacher? Und mit welchem Blick schauen wir heute auf diese Zeit, in der Fragen des Glaubens auch Fragen von Leben und Tod waren? 31 Jahre liegen zwischen dem Wittenberger Thesen-Anschlag 1517 und dem Jahr 1548, als Brenz endültig aus Schwäbisch Hall fliehen musste.

Auf der Großen Treppe der Freilichtspiele Schwäbisch Hall wird die Zeit der Reformation plastisch, spannend und hautnah erlebbar.

Termine: 18., 22., 23., 24. Juni
8., 9., 11., 12., 21., 22., 23. Juli - jeweils um 20:30 Uhr

Informationen: http://www.freilichtspiele-hall.de/de/spielplan-und-karten/termine/Programm_2016_17/Brenz-1548.php

"Luther!" von Jörg Ehni an der Württembergischen Landesbühne Esslingen

© Patrick Pfeiffer / Darsteller v.l. Markus Michalik (Krott), Felix Jeiter (Justus Jonas), Frank Ehrhardt (Johannes Bugenhagen), Dietmar Kwoka (Johannes Aurifaber)

Als der junge Theologe Martin Luther am 31. Oktober 1517 fünfundneunzig Thesen gegen den Missbrauch beim Handel mit Ablassbriefen veröffentlicht, ahnt niemand, dass in Folge dessen die Geschichte Europas revolutioniert werden wird – am wenigsten er selbst. Doch vor Luther liegt von diesem Tag an ein steiniger Weg. Er wird vor Kaiser Karl V. bestellt werden, Papst Leo X. wird den Augustinerbruder durch eine Bulle als einen Häretiker exkommunizieren und als Reichsgeächteter muss er um sein Leben fürchten. Nur dank des Mutes des sächsischen Kurfürsten wird er – getarnt als „Junker Jörg“ – zehn Monate Schutz auf der Wartburg bei Eisenach finden. Die Botschaften Luthers führen zu zahlreichen Erhebungen der Bauern, die Reformation erfasst weite Teile Europas und wird vielerorts zur Revolution und zum Krieg. Am Ende ist nichts mehr wie es vorher war: Die römisch-katholische Kirche hat ihr Monopol verloren, die Menschen lesen in einer von Luther selbst übersetzten deutschen Ausgabe der Bibel, und über viele Jahrzehnte dauern die Konfessionskriege. Ein Leben lang ringt Martin Luther mit der Frage um das rechte Verständnis dessen, was Kirche ist oder sein soll. Doch was trieb den jungen Mann aus Eisleben an, der als 21-Jähriger Augustinermönch wurde? Wer waren seine Wegbegleiter, wer seine Gegner? Welchen Preis musste Luther für seine Überzeugung, dass man Gott mehr gehorchen muss als den Menschen, bezahlen?


Der Autor Jörg Ehni zeichnet in seinem Stück fantasievoll die wichtigsten Stationen des Mönchs und Theologieprofessors nach. Szenisch und musikalisch entführt er die Zuschauer in die Welt Martin Luthers und lässt sie teilhaben an den Gedanken, Konflikten, aber auch an der inneren Zerrissenheit und Einsamkeit des Reformators. 500 Jahre nach dem Luther’schen Thesenanschlag erinnert die WLB mit einem Freilichtspektakel an das historische Ereignis.

Ort: Freilichtbühne am Kessler-Platz, Esslingen

Termine:

23./24./28./29./30. Juni
04./06./07./12./13./14./16./18./19./20./26./27./28./29. Juli
sowie außerorts im September und Oktober. Nähere Informationen und Karteverkauf unter https://www.wlb-esslingen.de/de/10/Luther,94.html

"Sola Gratia": eine Familiensaga vor 500 Jahren in Lorch

In Lorch proben 30 Laienschauspieler unter der Leitung von Regisseurin und Autorin Gabriele Siegfried mit viel Freude im Kirchhof Ev. Kirche für die Freilichtspiele des „Runden  Kultur Tisches Lorch“ im Juli des Lutherjahres. Aufgeführt wird eine Lorcher Familiengeschichte aus der Zeit der Reformation, in der die Dorfbewohner mit ihren Alltagsproblemen zu tun haben und sich in ihrem bäuerlichen Umfeld abrackern. Viele der Bewohner sind vom Kloster abhängig, Leibeigene haben kaum das Nötigste zum Leben, Freie sind zu hohen Abgaben verpflichtet. Für den Bauernsohn Hans, der die Leibeigene  Magdalene liebt, ist die Leibeigenschaft ein Unrecht. Die Lehre der Reformation von der Freiheit des Christenmenschen veranlasst ihn, sich gegen die Obrigkeit aufzulehnen. Nach der Rückkehr aus dem Exil lässt Herzog Ulrich 1534 in Württemberg die Reformation einführen – so ist auch Lorch von den Neuerungen betroffen:“ Sola Gratia“ allein die Gnade kann die Sünden tilgen – so muss Mutter Anna keine Ablassbriefe mehr kaufen!

Die Lorcher Freilichtspiele im Park der Ev. Stadtkirche (bei Regen in der Kirche) zeigen eine Darstellung von Leben, Liebe und Leid der Lorcher Bevölkerung, stellvertretend für viele Orte, unter dem Titel „Sola Gratia“ in Zusammenarbeit mit dem „Runden Kultur Tisch“ und der Ev. Kirchengemeinde Lorch.

 

Aufführungen: am 5., 6., 7., 8., 9. Juli 2017 jeweils um 20 Uhr im Kirchhof der Ev. Stadtkirche Lorch

Eintritt: 17 € und ermäßigt 12 € für Schüler und Studenten

Kartenvorverkauf:
Buchhandlung Semicolon Lorch   07172 / 91 93 56
Elektro Geiger Waldhausen  07172 / 7122
Tabak und Treff Schwäbisch Gmünd  07171 /  26 86
Donner Papeterie Plüderhausen 07181 / 99861-0
Abendkasse eine halbe Stunde vor Beginn geöffnet

Kontakt:
Runder Kultur Tisch Lorch
Tel. 0172/ 74 100 14 
urunddontospamme@gowaway.t-online.de
www.stadt-lorch.de

"Sag mal, Martin…? Fragen an einen Christenmenschen" im Eberdinger Sommertheater

Die Theaterwissenschaftlerin und Künstlerische Leiterin des Eberdinger Sommertheaters, Ina Wernstedt, erarbeitet mit ihrem Ensemble und mithilfe des fachkundigen Rats der Nussdorfer und Eberdinger Kirchengemeinde eine spannende Theaterinszenierung, die Martin Luther und die Zeit der Reformation aus heutiger Sicht in den Fokus nimmt.

Themen wie Angst und Ehrfurcht, die Renaissance mit ihrem neuen Weltbild und der Teufel als Gegenspieler Gottes und der Menschen werden genauso untersucht, wie Luthers Aussagen zu Hexenverfolgung, Juden und Frauen oder die Medienrevolution durch den Buchdruck. Das Schauspielerensemble fungiert als eine Gruppe von Erzählern, die als wissenschaftliche „Experten“ die historischen Ereignisse und die Person Martin Luther aus heutiger Sicht befragen. Das Ensemble übernimmt im Wechsel die Parts Luthers und der historischen Figuren. Originaltexte und Musik aus der Reformationszeit fließen ebenso ein, wie die ikonischen Drucke und Gemälde Cranachs oder Hieronymus Boschs, die als Projektionen oder Tanzeinlagen zum Leben erweckt werden.

Über den Kartenverkauf informiert der Verein unter http://www.eberdinger-sommertheater.de/karten/.

Ort: Platz hinter dem Eberdinger Rathaus: Rathausstraße, 71735 Eberdingen

Termine

Freitag, 15. 09. 2017, 19:30 Uhr
Samstag, 16. 09. 2017, 19:30 Uhr
Sonntag, 17. 09. 2017, 19:30 Uhr
Freitag, 22. 09. 2017, 19:30 Uhr
Samstag, 23. 09. 2017, 19:30 Uhr
Sonntag, 24. 09. 2017, 19:30 Uhr

"Martin Luther": Freilichtschauspiel von Jutta Golitsch im Schloss Altshausen

Foto: Sebastian Pfeiffer

Foto: Sebastian Pfeiffer

Martin Luther erarbeitet 95 Thesen wider den Ablass und schlägt diese an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Kardinal Cajetan, von Papst Leo X. beauftragt, will Luther zum Widerruf seiner Schriften zwingen. Luther verweigert diesen, verbrennt die päpstliche Bannandrohungsbulle und wird exkommuniziert. Auf dem Wormser Reichstag wird Luther vor den versammelten Fürsten und Reichsständen verhört. Kaiser Karl V. fordert letztmals den Widerruf, den Luther nach erneuter Gewissensprüfung nicht leistet. Der Geächtete wird anschließend von Friedrichs Soldaten entführt und auf der Eisenacher Wartburg festgesetzt. Während dieser »Schutzhaft« entwickelt sich seine Reformationsidee zur blutigen Schlacht.

Das Freilichtschauspiel, initiiert durch die Evang. Kirchengemeinde Altshausen, wird freundlich unterstützt durch SKH Herzog Carl von Württemberg und IKH Herzogin Diane von Württemberg, sowie die Gemeindeverwaltung Altshausen. Kooperationspartner ist das Evang. Bildungswerk Oberschwaben.

Mitwirkende

  •     24 Laienschauspieler und 67 Statisten
  •     Musikverein Altshausen, Leitung: Carmen Hugger
  •     Gelbe Husaren Altshausen, Leitung: Rittmeister Albert Steinhauser


Termine:
Öffentliche Probe: Donnerstag, 13.07.2017, Aufführungen: Freitag, 14.07. bis Sonntag, 16.07.2017, 20:30 Uhr, Schloß Altshausen, Seminarplatz

Ort: Schloß 6-7, 88361 Altshausen